Per Kickstarter-Kampagne zu Irlands Küstenbadestellen

Per Kickstarter-Kampagne zu Irlands Küstenbadestellen

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Zwei begeisterte Schwimmer begeben sich auf ein Abenteuer, um ein Buch mit Irlands besten Badestellen herauszugeben.

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Der Schriftsteller Brendan Mac Evilly (links im Bild) und der Schauspieler und Produzent Michael O’Reilly (rechts) lernten sich vor 18 Monaten bei der Arbeit im Irish Writers Centre kennen. Irgendwann stellten sie fest, dass sie die gleiche Leidenschaft fürs Schwimmen im Meer hatten. Und so beschlossen sie, gemeinsam ein Buch zum Thema herauszubringen, für das sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch die Grüne Insel begeben haben. Auf der Kickstarter-Seite für ihr Projekt At Swim beschreiben sich die beiden als „zwei tollkühne Reisende, die auf der Suche nach Irlands besten Badestellen sind – ob Bucht, Pier, Felswand, Gezeitenbecken oder Klippenrand“. Zum Zeitpunkt dieses Artikels war die Kickstarter-Kampagne bereits erfolgreich finanziert; Brendan und Michael sind unterwegs und das Buch soll ab November 2015 erhältlich sein. Wir haben den beiden ein paar Fragen zu ihrer ambitionierten (und beneidenswerten) sportlichen und künstlerischen Reise gestellt.

 

Wurde Ihnen beiden das Schwimmen quasi schon in die Wiege gelegt?

Mac Evilly: Ja, wir sind beide schon als Kinder im Meer geschwommen. Ich ging in den Sommerferien immer mit meiner Familie in Kerry schwimmen und Michael mit seinem Vater und seinen Brüdern an einer Badestelle namens „The Captains“ in Skerries, Dublin. Schwimmen gehörte für uns schon immer zum Leben dazu. Wenn man schon von klein auf schwimmen lernt, bewahrt man sich diese Fähigkeit sein Leben lang. Auch wenn wir zwischendurch andere Interessen verfolgt haben, so kehren wir doch immer wieder ans Meer zurück, um diese einmalige belebende Wirkung zu spüren.

Ist das Wasser warm oder kalt?

Vielleicht liegt es daran, dass wir jeden Tag im Meer schwimmen, aber mittlerweile macht einem die Kälte nicht mehr so viel aus wie am Anfang. Ich glaube, wir gewöhnen uns langsam an eine Temperatur von 7 bis 8 Grad. Ich wage sogar zu behaupten, dass einem das Wasser zuweilen regelrecht lauwarm vorkommt!

Welches ist der beste Ort, an dem Sie bisher geschwommen sind?

Mit den Wexford Masters vor dem Strand von Baginbun zu schwimmen war wirklich etwas ganz Besonderes. Alle Beteiligten waren unheimlich geduldig und hilfsbereit – hinterher haben sie sogar ihre Kekse und ihren heißen Tee mit uns geteilt. Brendan hat die Ruhe an einer Badestelle namens Hawk Cliff (auch bekannt als Vico Baths) in Dublin sehr genossen.

Auf welche Gefahren sind Sie gestoßen? Sand in der Kamera? Gefährliche Bedingungen?

Spitze Steine am Boden, versteckte Algen und eine Fischart namens Petermännchen: Wenn man da drauftritt, hat man einen Stachel im Fuß, und den wieder rauszuziehen ist schmerzhaft und schwierig.

Haben Sie für dieses Vorhaben Ihre Familie und Freunde zurückgelassen?

Ja, aber zum Glück haben wir beide unglaublich viele Freunde, die uns dabei unterstützen. Vor jedem großen Projekt ist es wichtig, dass man den Beistand und Zuspruch seiner Lieben hat. Und unsere Familien sind begeistert, dass wir ein Buch zum Thema Schwimmen herausbringen – das ist schließlich etwas, womit sich jeder identifizieren kann.

Begleitet Sie jemand bei Ihren Reisen oder sind Sie nur zu zweit?

Wir sind allein unterwegs, aber manchmal laden wir Freunde oder Familienmitglieder ein, uns einen Tag oder ein Wochenende lang an einem bestimmten Ort zu besuchen. Nicht nur, damit wir sie an unseren Erfahrungen teilhaben lassen können, sondern auch, damit sie uns Fish and Chips und Softeis kaufen!

Was ist Ihr bester Ratschlag fürs Schwimmen im Meer?

swimming At Swim BookOrtskenntnis. Wir setzen uns nach Möglichkeit immer mit anderen Outdoor-Swimming-Enthusiasten in Verbindung, ehe wir uns in unbekannte Gewässer wagen. Im Meer besteht die Gefahr von Kabbelungen oder Sog, daher sind Insider-Infos unerlässlich. Außerdem sollte man immer gemeinsam mit einem Freund oder einem Verein schwimmen gehen. Ich kenne Leute, die gerne allein schwimmen, aber wir tun das lieber in Begleitung. So kann man aufeinander aufpassen.

Handelt es sich bei den Orten, die Sie aufsuchen, größtenteils um Strände oder sind Piers usw. genauso stark vertreten?

Das Buch soll kein reines Strandbuch werden. Für uns ist jeder Ort interessant, an dem die Leute ins Wasser gehen; daher besuchen wir Piers (der Pier von Wicklow ist sagenhaft), Gezeitenbecken, Meeresarme, Buchten und alle anderen Stellen, an denen man sicher ins Wasser gelangt

Was war bisher der denkwürdigste Moment für Sie?

Der Moment, als ein Seehund nur wenige Meter von unserer Schwimmstrecke neugierig den Kopf aus dem Wasser streckte. Diese langen Schnurrhaare und die dunkelbraunen Augen! Ich war erst begeistert, dann nervös und dann wieder ganz aus dem Häuschen vor Freude. Und es sind die Menschen, die einen Küstenstrich oder einen schönen Strand ausmachen: Die Küstenbewohner sind sehr besonnene, gastfreundliche Leute, die sich immer Zeit für uns nehmen und uns von anderen Badeplätzen erzählen.

Welches war die bisher überraschendste Badestelle?

Vielleicht Magheramore in Wicklow. Da haben wir mitbekommen, wie eine Gruppe energiegeladener Kids spätabends Surfunterricht bekam, während die Eltern vom Strand aus zusahen. Sie standen andächtig da und hatten rosige Gesichter; das genaue Gegenteil von schreienden Eltern bei einem Fußballspiel!

Meenogahane im Norden von Kerry war auch einmalig. Ohne die Ortskenntnis von John Edwards, der in Tralee das Outdoor-Unternehmen Wild Water Adventures leitet und uns die Gegend gezeigt hat, hätten wir die Stelle niemals gefunden. Es ist ein kleiner Pier mit einer Schräge, über die man ganz leicht ins Wasser kommt. Innerhalb von 180 Metern gibt es nicht nur mehrere Felsrinnen mit Höhlen am Ende, in die man hineinschwimmen kann, sondern auch noch ein kleines Brandungstor, unter dem man bei den meisten Gezeitenständen hindurchschwimmen kann. Das Wasser ist kristallklar: Man braucht nur eine Schwimm- oder Taucherbrille aufzusetzen, um das faszinierende Leben der Unterwasserwelt zu erkunden.

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Vielen Dank an Brendon, der einen Teil seiner kostbaren Zeit auf dem Trockenen verbracht hat, um unsere Fragen zu beantworten. Folgen Sie @AtSwimBook aus Twitter, um mehr zu erfahren.

Lust auf noch mehr Inspiration rund ums Schwimmen? Lesen Sie unser exklusives Interview mit einer fünffachen Olympionikin: Profi-Schwimmtipps mit Dara Torres Plus erfahren Sie mehr über das neue automatische Swim-Tracking von Withings.

Angela Chieh

Data & Studies Product Manager at Withings, Angela believes in a world where data-driven decisions and creativity both have their place. Besides playing with data, she enjoys seeing the steps counter of her tracker increase and looking for the best Sunday brunch spots.
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