Frédéric Tossou: 45 Kilo verloren. 1 Million Schritte gewonnen.

Gewicht
Erfolgs- geschichten
8. Februar 2021

Wie schafft man eine Million Schritte in einem Monat? Lernen Sie einen Mann kennen, der sich, nachdem er als adipös eingestuft wurde, der Herausforderung stellte, Gewicht zu verlieren und gleichzeitig ein gesünderes, glücklicheres Leben zu führen.

Im Jahr 2020 beschloss Frédéric Tossou, ein Callcenter-Manager aus Oise in Frankreich, sich selbst mit einem Walkathon über 24 Stunden herauszufordern. Was noch verrückter erscheinen mag als ein 24-stündiger Ein-Mann-Gehmarathon und eine Million Schritte, ist die Tatsache, dass der 39-jährige Familienvater nur ein Jahr vor dieser Leistung 143 kg auf die Waage brachte. „Ich war nicht immer übergewichtig“, sagt er, „aber ich habe allmählich an Gewicht zugelegt, ohne es zu merken.“

Das Gewicht steigt im Alltag

Ein geselliges Leben, Kinder, häufige Restaurantbesuche und viele andere Gründe begannen sich auf der Waage abzuzeichnen. Nach einer Schilddrüsenentfernung im Jahr 2016 meinte Frédérics Arzt, dass er nach der Operation ohne Anstrengung abnehmen würde. Leider, so Frédéric, habe er es nicht geschafft, auch nur ein Gramm abzunehmen.
Eines Tages berechnete er seinen BMI mit folgendem Ergebnis: Er war adipös, also krankhaft fettleibig. „Ich war besorgt; ich ging auf die 40 zu und wollte ein langes Leben führen und mehr mit meinen Kindern unternehmen.“ In einer epischen Kehrtwende schaffte er es, im Laufe eines Jahres nach und nach 45 Kilo zu verlieren. Wie hat er das geschafft? Er ließ Taten sprechen statt Worte.

Ratschlag vom Vater

„Mein Vater hat mir immer gesagt: ‘Der beste Sport ist das Gehen.’ Ich habe ihn natürlich nicht ernst genommen, im Gegenteil, ich habe ihm überhaupt nicht geglaubt! Aber als ich merkte, dass ich adipös war, hatte ich schon ein viel zu bedenkliches Gewicht erreicht, um noch eine andere Sportart auszuüben.“
Gehen schien die einzige Sportart zu sein, die für Frédéric in Frage kam, weil sie so sanft und vergleichsweise entspannt ist und keine Ausrüstung erfordert. Zuvor hatte er auch Basketball gespielt, eine Sportart, bei der man die Anstrengung gut regulieren kann. Aber es ist ein Mannschaftssport und Mitspieler standen nicht immer zur Verfügung, was es erschwerte, jeden Tag zu spielen.
„Ich suchte auch nach einer kalkulierbaren Vorgehensweise für die Gewichtsabnahme. Ich wollte die Anzahl der Schritte zählen, um mich selbst zu motivieren und zu sehen, wie sehr ich mich anstrenge. Ich habe eine ehrgeizige Seele und wollte keinen einzigen Schritt verpassen!“
Leider kam zum Abnehmziel dann die Erschwernis durch die Pandemie, mit der Frédéric nicht gerechnet hatte, so dass 1 Million Schritte in einem Monat zu gehen in weite Ferne rückte.

Quarantäne-Klick

„Ich wollte im Jahr 2019 abnehmen, also bin ich viel gegangen und habe 15 kg abgenommen. Leider habe ich etwas von diesem Gewicht wieder zugenommen und dann kam die Quarantäne und ich nahm noch mehr zu.“ Der Lockdown und die Angst vor Ansteckung sowie andere Bewegungseinschränkungen veränderten das Aktivitätsverhalten vieler Menschen. „Ich war so wütend auf mich selbst, weil ich am Anfang dieser Zeit einen Jo-Jo-Effekt erlebte.“
Glücklicherweise kam die Motivation von anderen Mitgliedern der Sportgemeinschaft, die ebenfalls aktiv waren. Frédéric ist ein Mitglied der „Objectif Santé: + active with Withings“, einer Facebook-Gruppe, die sich dem Thema Bewegung und Gesundheit widmet. In der Gruppe werden Aktivitätsherausforderungen gepostet und Frédéric ließ sich durch die Ziele und seinen eigenen Ehrgeiz inspirieren.
„Man sollte 10 Tage lang mindestens 30 Minuten moderate Aktivität pro Tag aufzeichnen. Ich wollte versuchen, bei der Challenge unter die ersten drei zu kommen. Dazu muss ich sagen, dass es völlig unmöglich schien, Erster zu werden, denn einige Mitglieder der Gruppe sind wirklich beeindruckend. Eine Person schaffte sogar 100 Millionen Schritte in 6 Jahren.“
Frédéric begann zu überlegen, wie er seine neue, drastisch veränderte Routine optimieren könnte. Wie bei so vielen Arbeitnehmern fiel sein Arbeitsweg auf einmal weg und so konnte er die zusätzlichen 3 Stunden pro Tag anders planen.
„Ich konnte zwei Stunden vor Arbeitsbeginn aufstehen und so meine frühere Routine, die ich mir aufgebaut hatte, übertreffen, da ich nun Zeit hatte, morgens vor der Arbeit, während der Mittagspause und abends nach Beendigung meines Tages zu gehen. Das war nicht möglich, als ich noch nach Paris pendeln musste.“

Einfaches Abnehmen

Frédéric nahm nach und nach ab und dieses schrittweise Vorgehen war für ihn besonders wichtig. „Ich wurde kontinuierlich von meinem Arzt überwacht, zu dem ich einmal im Monat zur Kontrolle meiner Schilddrüsenbehandlung gehe. Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu schnell ab- oder zunehme, weil das mein Herz beeinträchtigen könnte.“
Frédéric teilte seine neue Mission mit seinem Arzt und gemeinsam legten sie ein anfängliches Gewichtsziel von 100 Kilo fest. Frédéric schaffte es, zwischen März und November 35 kg abzunehmen, indem er sich gesünder ernährte, wieder mit Basketball begann und natürlich viel zu Fuß ging. Im August begann er mit CrossFit-Training, aber da die Fitnessstudios geschlossen waren, stellte er einen Trainer ein, der ihm ein individuell abgestimmtes Ernährungs- und Trainingsprogramm erstellte. Diese zusätzliche Hilfe brachte ihn schließlich unter 100 kg auf 98 kg.
„Heute wiege ich so viel wie vor zehn Jahren. So niedrig war mein Gewicht noch nie!“

Über das Gewicht hinaus

Der Gewichtsverlust brachte eine unglaubliche Veränderung, aber Frédéric sah noch andere Vorteile, die über die Kilos hinausgingen. „Ich fühle mich leichter, ich wurde von Leuten darauf hingewiesen, dass mein Gang viel schneller ist, aber vor allem schlafe ich besser.“
Tatsächlich hat sich Frédérics Schlafqualität so sehr verbessert, dass er sogar weniger schläft als früher. „Ich kann sieben Stunden schlafen und fühle mich trotzdem morgens fit. Ich brauche nur zehn Minuten, um aufzustehen, während es vorher eher anderthalb Stunden waren.“
Durch die Gewichtsabnahme verbesserte sich Frédérics Schlafqualität, sein Energielevel und damit auch sein persönliches Gefühl von Ausdauer. Sein wiedergewonnenes Selbstvertrauen eröffnete ihm neue Ziele und langsam ging er seinen Weg in Richtung eines persönlichen Marathons und eines Millionen-Schrittziels.

Ziele werden geboren

Frédérics natürlicher Ehrgeiz wurde durch physischen und mentalen Treibstoff gesteigert und als aktives Mitglied einer Withings-Facebook-Gruppe sah er weitere Herausforderungen, die es zu bewältigen galt.
„Ich arbeite viel an Herausforderungen, und wenn ich die Beiträge anderer sehe, möchte ich genauso gut oder noch besser abschneiden. Ich habe in der Gruppe Freunde kennengelernt, mit denen ich fast jeden Tag spreche und die mich immer weiter pushen. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und es gibt ein gesundes Hin und Her zwischen den Mitgliedern, das mich zu meinen Zielen anspornt.“
Aber wie läuft man eine Million Schritte in einem Monat?
Frédéric rechnete zunächst aus, dass er, wenn er wieder ins Büro zurückkehrte, täglich 15.000 Schritte gehen konnte, solange er nicht mit dem Bus zum Bahnhof fuhr. Also ging er morgens zum Bahnhof und abends auf dem Heimweg zu Fuß! Das macht 30.000 Schritte pro Tag.
Und die mentale Stärke, um mögliche Langeweile zu überwinden?
„Ich schaute Serien auf meinem Telefon oder rief meine Verwandten an. In Kontakt zu bleiben hat seine eigenen Vorteile, die über eine geistige Entspannung hinausgehen, aber rufen Sie an, wenn Sie sich bewegen; Sie werden ein paar Schritte mehr machen, ohne es zu merken.“
Frédéric ließ sich auch von potenziellen Unannehmlichkeiten des Wetters nicht aufhalten. „Ich habe in ein professionelles Laufband investiert, damit ich so viel gehen kann, wie ich will, egal ob ich rausgehen darf oder nicht. Das war meine Antwort auf die 18-Uhr-Sperrstunde. Der Kauf eines Laufbandes fühlte sich sogar wie eine Aufmunterung an und ich konnte weiterhin Sendungen ansehen und Leute anrufen. Zwänge können manchmal eine Quelle der Motivation sein!“ So kamen einige tausend Schritte mehr dazu.
All diese sportliche Betätigung erfordert eine Menge Zeit und Organisation, wobei es auch wichtig ist, von Menschen umgeben zu sein, die einen bestärken und anfeuern. Frédéric drückte dies so aus: „Ich habe das Glück, dass meine Frau und meine Kinder mich sehr unterstützen. Sie verstehen meinen Kampf und helfen mir, meine Ziele zu erreichen.“

Und der 24-Stunden-Marathon?

Frédéric wurde durch seine steigende Ausdauer inspiriert und nachdem er 40.000 Schritte geschafft hatte, sagte er: „’Warum nicht 70.000+ anpeilen?’ Meine übliche Strecke betrug 6.000 Schritte und ich dachte mir, dass ich 3 Runden schaffen könnte, bevor ich eine 3-stündige Pause einlegen musste. Also begann ich um Mitternacht und wiederholte das Muster bis 23:30 Uhr. 76.000 Schritte später dachte ich mir, das war verrückt. Aber die gleiche Entschlossenheit brachte mich im September auf über 1 Million Schritte.“
Frédéric hatte eine Erkenntnis und setzte sich ein Ziel, er passte sich an Widrigkeiten an, identifizierte Ressourcen, baute sich sein Netzwerk zur Unterstützung auf und schöpfte aus seinen natürlichen Verhaltensneigungen. Das wichtigste war aber, dass er sich langsam an die 24-Stunden-Herausforderung herantastete und die 76.000 Schritte erreichte, indem er Übungen in seine tägliche Routine integrierte, die das Unterfangen auf gesunde Weise unterstützten.
„Es klingt verrückt, aber es war berauschend, dieses Ziel zu erreichen. Ich habe 45 Kilo abgenommen und ich kann es beweisen: Gehen funktioniert.“
Wir danken Frédéric Tossou für seine inspirierende Geschichte und gratulieren all jenen, die wie er trotz aller Widrigkeiten des Lebens weiter auf ihre Gesundheit achten. Frédéric findet seine Community für gesundes Leben in der Withings Objectif Santé-Gruppe. Um der deutschsprachigen Withings-Community beizutreten, gehen Sie zu Aktiv mit Withings, um Ihre Ziele und Inspirationen zu teilen.